Dienstag, Juni 10, 2008

Janz Bern is en oranje! :-)

Nein, diese Überschrift soll nicht übersetzt heissen "Ganz Bern ist eine Orange" sondern angelehnt ans Berlinerische "Janz Berlin is ene Wolke" (heisst doch so, oder?!) einfach den aktuellen Zustand der Bundesstadt ausdrücken. Zumindest am 9./13. und 17.6. diesen Jahres.

Meine Güte, war das ein Fest gestern! Total cool. Und ich hatte soooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo Freud!! Denn tatsächlich, noch vor allen anderen, die jetzt auf irgendeinen Holland-Euphorie-Zug aufspringen, habe ich die Niederlande in 2 von 3 Tippspielen, bei denen ich mitmache, als Europameister getippt und gegen Italien (Fussball) habe ich aus sehr persönlichen Gründen auch was...und da ist die Tatsache, wie sie gegen Deutschland gewonnen haben, vor 2 Jahren noch der kleinste Grund....Aber darum soll es jetzt gar nicht gehen, stattdessen um das Thema Nummer 1 zurzeit. Genau, das Wetter. Haha, kleiner Scherz. Nein, natürlich um die Euro, wo ich doch so mittendrin statt nur dabei bin...habe insgesamt rund 36Stunden Euro-Feeling-pur hinter mir, im schicken Schweden-Outfit die meiste Zeit in der Sanitätshilfsstelle auf dem Berner Waisenhausplatz.

In der Berner Innenstadt sind aktuell zwei Public Viewing Zonen eingerichtet, quasi die gesamte Altstadt wurde zur Fanzone erklärt und medizinische Versorgung ist durch die Einrichtung von insgesamt 3 Sanitätsstellen sicher gestellt. Pro SanHist ist die personelle Ausstattung bislang recht überoptimal gewesen: Neben dem "klassischen" medizinischen Personal (Ärzte, Rettungssanitäter, Transporthelfende, Pflegefachpersonen, Samariterhelfende) gibt es noch die Berufsfeuerwehr, uns vom Brandcorps, Kp1, Sanitätszug; Sanitätssoldaten (also Militär) und Zivilschützer. Jede Menge uniformierte also. Waisenhausplatz ist die grösste Sani-Station, zu Spitzenzeiten waren wir mit rund 30 Personen dort. Und haben auf Kundschaft gewartet, die (so gesehen ja zum Glück) nicht kam. Am Sonntag wurden ganze 13 Personen in der gesamten Innenstadt versorgt, sagenhaft, oder?! Aber genau deswegen habe ich auch die Zeit, die geneigte Leserschaft mit überlangen Blogeinträgen mit vielen Bildern (teils mangelhafter Qualität) zu langweilen :-)

Begonnen hat ja alles schon am Freitagabend, da gabs grosse Europarty in der Fanzone, mit Berner Mundartbands, die den internationalen Durchbruch leider nie wirklich geschafft haben (oder welchen Nicht-in-der-Schweiz lebenden sagt "Patent Ochsner" oder "Züri West" etwas?

(Mal nebenbei, gerade gewinnt Spanien 4:1 gegen Russland, bricht jetzt die Espana-Euphorie aus?? Oder liegts einfach an meinem Espana-T-Shirt, welches ich heute an habe?)

Das Bild gehört, wie man unschwer erkennen kann, zu denen der schlechteren Qualität, weil mit Handy im Dunkeln aufgenommen...

Jedenfalls, die Feierlichkeiten verliefen bereits friedlich, was für mich, die ich ne Weile in so nem Flaschenhals am Public Viewing Eingang feststeckte, fast schon ein mittleres Wunder darstellt, aber so scheints nun mal in der Schweiz zu und her zu gehen (also friedlich, selbst da, wo man es nicht unbedingt erwarten würde)...

Am Samstag dann die volle Schweiz-Euphorie (bis zur 43. Minute des Spiels, versteht sich) - aber wieder: Alles friedlich. Und ja, liebe deutsche Leserschaft, die Transportliegen, auf denen Verletzte (oder Besoffskis) transportiert werden, heissen in der Tat "Bahre", ich habe extra noch einmal bei den Schweizer Kollegen nachgefragt!

Nachdem dann Polen am Sonntag so schön erfolgreich gegen Hauptfavorit Polen (halb zehn in Polen: Wo ist mein Knoppers) gewonnen hat (hat Poldi deswegen so unhappy geguckt nach dem 1. Tor??), habe ich den vollen Auslands-Patriotismus entwickelt und meinen - von der Hauptstrasse dank Kastanie nicht einsehbaren - Balkon mit einer Deutschlandfahne geschmückt:

Glücklicherweise konnte ich ja noch ungehindert nach Hause, die Sperrzone am Strassenrand lag noch unbeachtet brach:

Es kam ... der Montag und mit ihm das Orange in die Stadt. Wo man auch hinblickte: Alles orange. Auf einem der Streifzüge mit einer Fusspatrouille, habe ich versucht, das bildlich festzuhalten, es ist mir leider nicht wirklich gelungen:
Was aber unbedingt erwähnt werden muss: Ca. 30sek, bevor ich das Bild gemacht habe, haben wir uns zu dritt durch den Ein-/Ausgang vom Public Viewing gequetscht und wer steht da so unauffällig im schwarzen Anzug rum?! Der Stéphane Chapuisat! Jawoll. Und -notabene (schöner ch-Ausdruck, oder?!) - ICH habe ihn erkannt, nicht meine Schweizer Kolleginnen...Der Chappi hätte um die Zeit eigentlich ne Autogrammstunde am Nutella-Stand geben soll, aber offenbar wusste er nicht wirklich, wo der Stand ist. Im übrigen ist er ziemlich klein...

Aber: Ganz professionell habe ich mich an die Order des "Gastgeberhandbuch Sicherheit" gehalten und ihn nicht fotografiert, wo kämen wir da auch hin, jeden Cervelat-Promi einfach zu fötelen...

Nicht mehr ganz so professionell haben wir uns dann aber beim Umzug der Holländer verhalten, als diese sich auf den Weg zum Stadion gemacht haben, das war aber auch zu spektakulär (und in der Masse hats niemand gemerkt). Menschen, die mich ca. 30 Jahre kennen, werden wissen, wieviel Überwindung mich die folgende Situation gekostet hat:
Aber was tut man nicht alles, wenn es darum geht, so quasi einmalige Ereignisse bildnerisch festzuhalten. Ich selber habe nur vom sicheren Boden meine Fotos gemacht, zum Beispiel auch vom "Wiener Bus" der Oranjes:
Dass die Schulter-Aktion wirklich niemanden beeindrucken konnte, zeigt das nächste Bild sehr schön, die Berner Polizei hat aktuell Gäste aus Holland und den anderen Gastnationen (gestern also Italien):
Die Schweizer zeigen sich übrigens angesichts der enorm grossen Holländer höchst beeindruckt...(da kann ich abgebrochener Zwerg-Germane natürlich nicht mitreden, resp. den Alpenzwergen nur zustimmen...).
Am Abend, nach dem SEHR ERFOLGREICHEN Spiel (hup Holland!) kam dann die Siegesfeier, hier eine Impression einer weiteren Fusspatrouille:
Und diese Fusspatrouille ist deswegen so bemerkenswert, weil es doch tatsächlich so war, dass der nette Postenchef (die Jungs und Mädels von der Sanitätspolizei waren bislang ausnahmslos ALLE sehr nett!!!) mir sogar ein Funkgerät überlassen hat, damit wir da spazieren gehen konnten ("Funki" bekommen sonst nur die Gruppenführer oder sonstwie qualifizierten...):
Ick war stolz wie Bolle und glücklicherweise ist auch nix passiert, dass ich da ne Sprechübung hätte hinlegen müssen (die Schweizer Funklogik ist, meiner Ansicht nach, eine ganz eigene, aber das nur als unqualifizierte Randbemerkung). Abgesehen davon war der Empfang grottenschlecht und überhaupt im Siegesfeiertrubel hätte ich vermutlich eh nix gehört...

Zum Abschluss dieses kurzen Beiträgchens dann noch zwei hübsche Impressionen (beide nicht wirklich gute Bildqualität, sorry): Das eine aufgenommen bei unserer Sani-Stelle, ein Holländer (woran bloss zu erkennen?!) zwischen einer Sanitäterin und einem Berufsfeuerwehrler und das andere ein holländisches VIP-Fahrzeug. Ob damit die Königin selber wohl nach Bern chauffiert wurde?! :-)

Sonntag, Juni 08, 2008

Warten auf...

..nein, nicht auf Godot sondern auf den Feierabend.

Die Euro hat begonnen-für alle,die es noch nicht mitbekommen haben;-)-und ich bin fleißig als Feuerwehrfrau im Sanitätsdienst im Einsatz.
Gleich beim ersten von 11 solchen hieß es Überstunden schieben, nach 12h dumm rumsitzen, warten, TV gucken (zum Glück hat das Schweizer Fernsehen eine 17stündige Sondersendung zum EM-Auftakt gesendet. Ne Mischung aus Dokumentation und Sensations-Reality-TV, letzteres war ein bisschen schwergewichtig, für meinen Geschmack...), kam doch glatt 10min vorm eigentlichen Schluß noch ein Ernstfall rein. Da hieß es, Bahre nehmen, durch Müll und Besoffskis durchkämpfen (die Bahre ist zum Glück vom Militär und mit grossen praktischen Rollen ausgestattet, man muss nicht schleppen...), einen Besoffski einsammeln, zurückkämpfen und fertig. Sehr spektakulär :-). Naja, aber besser so als anders...

Heute abend spielt dann ja Deutschland, da muß ich meine "mit Oleg Gassigeh Pause" irgendwie drumrum basteln, aber das sollte machbar sein. Richtig spannend wirds am Montag, dem ersten von drei Berner Spieltagen.. ich werde berichten-sofern man mich noch in die Sperrzone läßt, in der ich wohne...(vgl. Schild).

PS. Meine ersten beiden Tipps sind natürlich voll daneben gewesen, glaube sogar in allen drei Tippspielen :-(

Mittwoch, Mai 28, 2008

Schweizer EurOptimismus

Heute, am Geburtstag von meinem Papa (Herzlichen Glückwunsch!!!) und J. (ebenfalls Glückwunsch!!), war in Bern grosse Euro-Übung der "Blaulichtorganisationen" rund ums Stade de Suisse. Geübt wurde folgendes Szenario:

Montag, 9.6., seit Tagen ist es frühsommerlich warm. In der Stadt sind 50.000 Besucher, im ausverkauften Stadion freuen sich 31.000 Fans von Holland und Italien auf das Spiel (wobei die Holländer gemäss FW-Leitungsaussagen durchschnittlich!! 15l Bier konsumiert haben...) und vom Westen zieht dummerweise eine Gewitterfront auf, die sich pünktlich 5min vor Spielbeginn genau über dem Stadion entlädt, mit Windböen, hühnereigrossen Hagelkörnern und natürlich entsprechender Abkühlung...

Soweit so gut. Wenn jetzt nicht noch grad in dem Moment al kaida oder E.T. angreift, ist Bern gerüstet, die Übung verlief nämlich sehr gut, die Einsatzleitungen sind zufrieden (berichtet zumindest auch das Lokalradio).
Mein phänomenal sanitäterischer Auftrag heute lautete: Fotos machen. :-) Ganz genau, für die Rettungssanitäter-Ausbildung oder wozu genau auch immer (deswegen hab ich die Bilder leider nicht, aber ich hab noch ne zweite Kamera in die Hand gedrückt bekommen, deren Bilder hoffentlich auf unserer FW-Kompanie-Seite landen werden...). Jedenfalls bekam ich so eine Menge zu sehen, das war lustig.
Zum Beispiel zu Übungsbeginn im Stadion (nein, ich habe den heiligen Rasen NICHT betreten, das wurde im Vorfeld auch nur ungefähr 80x gesagt...), da klang es, als ob ziemlich viele fröhliche Fans immer noch feiern würden, es war aber, bis auf so ca. 100 Freiwillige (Figuranten), komplett leer... Die Figuranten waren irgendwo zusammengerottet, um es den Einsatzkräften der Berufsfeuerwehr und Co sicher mal nicht zu leicht zu machen, sie zu bergen und ins "Verwundetennest" (nein, NICHT auf dem Rasen!) zu bringen, von wo aus die weiteren Rettungskräfte sie dann ins San Hist zur Triage (hübsch, die ganzen Fremdworte, oder?! ;-) bringen durften. Während also das Stadion im strahlenden Sonnenschein so öde (bis auf die Action in einer Ecke) da lag, gabs dann Stadiondurchsagen auf Englisch und Deutsch: Liebe Gäste in den Reihen 1-6 wegen des starken Regens verteilen wir jetzt Regencapes" (da war die Rettung schon im vollen Gang, versteht sich) und 5min später(!) dann "Liebe Gäste, wie sie sicher gemerkt haben, gab es in Block C einige Verletzte, bitte bewahren Sie Ruhe, die Rettungskräfte sind bereits im Einsatz" (nicht wortwörtlich, aber sinngemäss...). Jedenfalls fand ich die Ansagen recht unterhaltsam, zumal in einer Ernstfallsituation sie vermutlich niemand gehört, geschweige denn verstanden hätte... aber ja nu.

Jedenfalls, da ich ja leider kein Bildmaterial selber habe, wollte ich gar nicht zu genau von der Übung berichten (abgesehen davon, dass das die lokalen Medien hoffentlich tun werden, Presse war genug vor Ort, man schaue bei telebärn oder espace.ch oder ähnlichen Seiten), aber vom krampfhaften Optimismus, der sich hier immer mehr breit macht, nicht nur bei den Deutschen (die sich im Spiel gegen Weissrussland ja offenbar nicht grad mit Ruhm bekleckert haben...aber wie wissen wir seit '54 (Wunder von Bern!!!): Taktik ist, im Vorfeld gemässigte Leistung zu zeigen...). Ein Blick auf meine - in keinster Weise repräsentative Umfrage - zeigt das ja auch: 7 Stimmen für die Schweiz, 6 für Deutschland momentan... Ja hallo?! Und wo sind die holländischen Fans, die Vertrauen haben? Oder die der Rumänen oder so??

Aber ja nu...Optimismus ist ja grundsätzlich was Gutes, interessant finde ich auch den wachsenden zur Schau gestellten Patriotismus der Schweizer (das haben sie sich vor 2 Jahren in Deutschland abgeschaut). Man sieht täglich mehr Fähnlis an den Autos, sowohl an den geparkten

als auch natürlich an den fahrenden. Der Schweizer Neo-Public-Patriotismus (gibts da nen Fachwort für dieses Zurschaustellen??) geht sogar soweit, dass willkürlich rot-weisse-Bändel in der Landschaft aufgehängt werden:
bzw. auf Schildern mit rot-weisser Umrandung gezeigt wird, wie das Verhalten an den Spieltagen zu sein hat:
Tasche packen und den Kindern hinter rennen, denn Kinder wissen immer am besten, wo die Action ist...

:-)

Naja, in einem Monat wissen wir, wessen Optimismus nicht umsonst war...

Dienstag, Mai 27, 2008

Giro d'Italia

Heute möchte ich nicht, wie es die Überschrift vermuten lässt, übers Fahrrad fahren berichten, sondern vom letzten Wochenende, aber, um die Spannung zu erhöhen, erstmal noch ein Nachtrag zum Velo-Post:

Ja, das Bike ist nicht grade Design-Preis-verdächtig, aber ich denke, es ist extrem funktional (@ anonym(c)) und @Lesterschwein/Oldies: Ein -relativ- günstiges Occassionsvelo fahre ich momentan. Der Nachteil: Für 350,- Fr. (also mehr als ich für das schicke neue im Leasing für ein Jahr voraus zahlen würde) gibt's ne lahme Krücke, mehrjährig, mit diversen Problemchen (wie es bei den Gebrauchten halt so ist), keine gescheite Schaltung, aufregende Bremsen (funktionieren sie oder nicht), Wackelkontakt beim Licht, etc.
Der Vorteil ist ganz klar: Die Diebstahl-Gefahr liegt deutlich tiefer, ist aber auch nicht ausgeschlossen (immerhin wurde mir anfangs Jahr grad ein ähnliches Occassionsmodell am Bahnhof entwendet!)...Ja nu, noch ist nix entschieden, geschweige denn gekauft, eigentlich würd ich das Radl auch erst mal gerne ein bisschen testen, um das Fahrgefühl zu erleben...der Vorteil des S-Bikes wäre halt das Finanzmodell und die Rückgabe-Möglichkeit nach einem Jahr (falls ich dann aus irgendeinem Grund keins mehr bräuchte...).


So, jetzt aber zur Überschrift: Das letzte Wochenende habe ich zusammen mit Kollegin B. (Kollegin wird in der Schweiz nicht nur Arbeitskollegen verwendet sondern auch für Freunde) und natürlich Oleg einen spontanen Kurztrip nach Italien gemacht.
Die Idee wurde am Donnerstag (Happy Kadaver) geboren, als wir einen kleinen Ausflug gemacht haben:

B.: "Mel, lass uns wegfahren"

Mel: "Wohin?"

B.: "Ans Meer"
Mel: "Italien?"

B.: "Ja, genau"

Mel: "Wann?"
B.: "Jetzt?!"

Mel: "Ok, lass uns morgen Abend fahren und Sonntag zurück"

B.:" Ok"


Ja, so einfach ist das :-) Also, Freitagabend, nach Tanzprogramm, versteht sich (es muss ja für die Medaillien-Verteidigung trainiert werden!), Tasche gepackt, B. abgeholt und um 3.20h (also eher Samstagmorgen..) losgefahren.


Haupt-Erkenntnisse der Reise:

- Spontanreisen macht Spass!

- Sprachkenntnisse sind nicht unbedingt erforderlich, dank 9 Jahren Latein ist Italienisch in der Anwendung ein Klacks ;-)

- (Städte-)Reisen mit Hund schafft ganz neue Sichtweisen und Bedürfnisse (Übernachtungsproblem!)
- die Italiener haben einen sehr eigenwilligen Fahrstil...


Jetzt aber zum Programm:

Die Fahrt durch die Schweiz verlief angesichts der Uhrzeit erwartungsgemäss problemlos, das Wetter war neutral. Am Gotthard angekommen, war die Entscheidung, nach vorabendlicher Internetrecherche (bisschen Info hatte ich dann doch...), nicht den 100km langen Tunnel (ok, es sind doch nur 17 :-) sondern den Passweg zu wählen. Eine gute Entscheidung! Kamen wir so doch in den Genuss einer absolut fantastischen, unvergesslichen, atemberaubenden Passfahrt im Sonnenaufgang:


Ja, die Aussicht war wirklich phänomenal. Ganz oben war der Nebel so dicht, dass die Sicht ca. 5m betrug, also grade gut genug um ca. 3 Striche der Fahrlinie weit sehen zu können und so immerhin irgendwie die Richtung halten zu können...
Unterwegs war der Sprachwechsel auf den Schildern etwas verwirrend: Waren wir nun, ohne es zu merken, bereits in Italien angekommen?? Hatten wir erfolgreich die Grenze umfahren? Ach nein, im Tessin wird ja auch italienisch geredet... :-)

Irgendwann, so gegen halb 7/ 7 Uhr morgens kam dann die echte Grenze, wo müde Beamte lustlos die Autos durchwinkten, es blieb nicht einmal Zeit genug, die Ausweise, die man nicht vorzeigen brauchte, heraus zu kramen...
Anschliessend setzte dann doch mal leichte Müdigkeit ein, was für eine Schlafpause am italienischen Rasthof sorgte. B. unterhielt Oleg ne gute Stunde (und die zuschauenden Lastwagenfahrer) auf den 7m Wiese und Mel pflegte die Kunst des Powernaps im Auto. Derartig gestärkt ging es munter planlos ("oh, da hätten wir jetzt grade wohl abfahren müssen...") weiter Richtung Meer (Genua/Pisa als Ziel) als auf einmal das goldene M am Horizont erschien und sich in spontaner, bester Pawlov'scher Reflexmanier der Magen mit "HUNGER" meldete. Kurzerhand wurde das Auto also wieder von der Autostrada ("boah, die Gebühren hier sind aber günstig! Nur 1,60 Euro... ok...und 1,20 Euro... ... und 1,60.... und....hmmm....") zum Autogrill (werden hier Autos gegrillt? ;-) gelenkt und die Zufahrt zum goldenen M gesucht...die gab es allerdings nicht auf der Fahrseite, sondern in der Gegenrichtung. Was es gab, war lediglich ein Hinweisschild:

Offenbar der Hinweis für einen Fussgängerweg, denn es folgte der Weg (sieht schon einladend aus, oder?!):
und es wurde tatsächlich von Meter zu Meter spannender...

Sehr vertrauenserweckend das Ganze...zumal die Mülleimer auf dem Weg schon sehr speziell waren:
Das Essen war aber bekannt klassisch gut und frisch gestärkt (auch der Hund bekam seine Portion Hunde-Mac (mitgenommenes Trockenfutter frisch aus der Tüte)) ging es nun weiter Richtung Süden... das Wetter war, etwa seit dem Gotthard eher durchwachsen. Immer mal wieder tröpfelte es, der Himmel war grau in grau...aber es gab immer wieder Tunnel und Berge, nach denen sicherlich der Wetterwechsel...?!
Nein, wieder nicht.
Aber beim nächsten Tunnel, ganz bestimmt...nein...aber beim nächsten?!...

Die km wurden mehr, die Hoffnung auf Sonnenschein nahm niemals ab... und schliesslich: Juhui, pünktlich bei der Anfahrt auf Genua zeigte sich dann der blaue Himmel! Das Meer lag jedoch eher so unter einer Dunstglocke. Deswegen bewegte uns auch gar nichts, in der einstigen Peststadt (habe grade den neuesten Ken Follet Roman gelesen, wo es u.a. genau darum geht) Halt zu machen sondern das Ziel, der schiefe Turm (torro pendente) kam näher und näher...


Und schliesslich, es war noch nicht einmal Mittag, waren wir da! In der Stadt, deren Name Pate steht für eine internationale Bildungsevaluation, die bei meinen Arbeitskolleginnen C., H. und mir immer wieder Freudesausbrüche hervor ruft, wenn wir unseren Lieblingssatz lesen: "Nach dem schlechten Abschneiden der Schweizer Schülerinnen und Schüler in PISA 2000...."
Nun war ich also da, mittendrin statt nur dabei...ein Parkplatz war dank Hinweis-Schildern schnell gefunden - und zu meiner persönlich grossen Überraschung sogar gratis!

-- kleiner Einschub zum Thema Autobahngebühren: Die ersten drei Maut-Stationen hatten jeweils Preise von entweder 1,20 oder 1,70 Euro. Ging ja noch (selbst wenn man die gefühlten 2km Abstand dazwischen jeweils vernachlässigt). Dann aber, bei Mailand bekam man ein Ticket (praktischer), welches beim Abfahren, in Pisa, endlich bezahlt wurde: statte 19,60 Euro hat der Spass gekostet! Soviel zum Thema "40 Franken für die Vignette in der Schweiz sind Touri-Abzocke...". Ende des Einschubs --


Der Weg zum pendente torro (Frage an die Italienisch-sprechende Leserschaft: spielt die Wortreihenfolge ne Rolle?!) war dank Japanergruppe, die uns entgegen kam, auch schnell gefunden, abgesehen davon ist er ja doch gross genug, um nicht so leicht übersehen zu werden.
Auf dem Gelände, wo das Türmchen steht, war ein Menschenauflauf vom Feinsten, ab und zu hatte ich Zweifel, ob ich nicht doch ne falsche Abzweigung genommen hatte und nach Amerika abgebogen war?! Oder doch Deutschland?! Jedenfalls, italienisch hört man da eher selten...
Kleiner Eindruck vom Platz vorm Turm...

Hübsch anzusehen waren auch die Touristen, die sich in völliger Deppenmanier auf die Wiese stellten, um nette Fotos wie dieses zu schiessen:

Genau, es sieht ABSOLUT dämlich aus, wenn man das aus dem falschen Winkel betrachtet :-) (und man kommt sich natürlich auch genauso vor, wenn man posiert)
Oleg hatte Glück, er brauchte nicht komisch posieren, ein einfaches "Sitz" (natürlich nach diesem Foto) hat's schon getan ;-)

Aber ansonsten ist das Gelände rund um den Turm schon sehr hübsch und sehenswert. Anders als beim Parken sind die Italiener hier aber geschäftstüchtig: Um das Innenleben der Gebäude zu sehen, muss man für alles Eintritt zahlen. Und - hier die Erkenntnis zum Reisen mit Hund - ne Gelegenheit zum Hunde anbinden gibts natürlich nicht, sprich: Indoor-Programm ist ausgefallen, aber das macht ja nix, das Wetter war eh viel zu schön...

Kurzer Powernap auf der grünen Wiese, Blick zum Turm, danach dann mal Aufbruch zum Strand. Bloss zu welchem? So ohne Karte theoretisch kein leichtes Unterfangen, rein praktisch dank Hinweisschildern, Bauchgefühl und 2x missratenem Orientierungssinn (wir sind nun mal halt klassisch weiblich, was das anbelangt...) aber überhaupt kein Problem. Strand gefunden und intensiv den Nachmittag genutzt. Zwar nicht überintensiv für den eigentlich Nutzungszweck (vgl. Foto - mit Beachtung der Übersetzung ;-)
aber mindestens Oleg hatte angesichts seiner ersten Meer-Erfahrung überhaupt doch rechten Spass:

(((hier soll noch ein Video hin, allerdings hab ich grad technische Probleme beim auf den PC übertragen...hoffen wir mal, dass ich die in den Griff bekomme!)))

Die Sonne sank, der Hunger auf gute italienische Küche stieg. Leider hatten die Strandbars noch keinen Saisonbetrieb, so dass wir einmal mehr ins Auto stiegen, auf gut Glück losfuhren und schliesslich in einer gut frequentierten Quartierspizzeria sehr gute Pizza bekamen. Quasi gratis dazu gabs dann noch eine italienisch Lektion (es sprach dort niemand englisch :-), ich weiss jetzt, dass es nicht "dis otto" (für 18) sondern sowas wie "dischotto" heisst... Immerhin hatten die Angestellten ihren Spass und man vergesse nicht, was einst Charlie Chaplin sagte: "Jeder Tag, an dem Du nicht lächelst, ist ein verlorener Tag!" - nun, für die Pizzeria-Mitarbeitenden war der Tag nicht verloren! :-)

Nach der Pizza stieg Müdigkeit auf und so begann die Suche nach einer passablen Unterkunft. Der Campingplatz brachte die Information über eine mögliche hundefreundliche Bed&Breakfast-Einrichtung, leider waren dort jedoch die hundetauglichen Räume nicht zu haben, so dass Hunidbundi letztlich doch im Auto übernachten musste. Aber dort haben wir es ihm schön bequem gemacht - so gut es eben ging. Vorm Schlafen gab es aber noch ein Dessert-Gelati. Interessant war diesbezüglich die Antwort auf eine Empfehlungsnachfrage an die Hotelbetreiberin (die hervorragendes British English sprach).
Sie konnte lediglich Läden in Lucca (ca. 15-20km entfernt) empfehlen, für Pisa fiel ihr nichts ein, im Gegenteil schien es gar so als wolle sie uns davor bewahren, in Pisa ein Eis essen zu gehen...Wir begnügten uns mit der Antwort, zogen letztlich - ohne konkrete Empfehlung! - gen Lucca los und fanden irgendwo unterwegs eine lauschige kleine Gelateria und assen auf dem direkt daneben liegenden piazza centrale (ich nenn das jetzt einfach mal so) das Eis. Der Platz entpuppte sich just zu dieser Uhrzeit als DER Treffpunkt der lokalen Dorfjugend, die Jungs kamen jeweils zu zweit auf ihren Rollern angebraust, die Mädels stöckelten zu Fuss daher und insgesamt störte es doch das pseudo-romantische Piazza-Eis-Ess-Feeling ein kleines bisschen, aber nicht zu doll...

Die Rückfahrt zur Unterkunft war abenteuerlich: Zwar hatten wir eine Pisa(mit näherer Umgebung)-Karte mitgenommen, aber (vermutlich der Müdigkeit geschuldet) fiel uns erst auf dem Weg auf, dass wir im Grunde gar keine Ahnung hatten, wo genau wir denn nun Unterkunft gefunden hatten! Geschweige denn dass wir hätten einordnen können, wo wir das Eis gegessen hatten...So fuhren wir also munter in der Gegend herum, in der Hoffnung, irgendwann auf eine "bekannte" Strasse zu treffen...was, nach intensiver Pisa-Ortskern-Durchfahrung (überall Einbahnstrassen...), tatsächlich auch gelang! Mein nicht vorhandener Orientierungssinn wurde vom richtigen Bauchgefühl ausser Kraft gesetzt und so kamen wir tatsächlich irgendwann bei der GreenFarm (unsere Unterkunft) an und konnten - nach einem letzten Gassigang mit ca. 163 Glühwürmchen am Weg - todmüde ins Bett fallen.

Am nächsten Morgen ging um 7h der Wecker (jawohl, am heiligen Sonntag!) und glücklicherweise war das Wetter bedeckt regnerisch, sprich: Das Auto war nicht zum Hundegrill geworden.
Das ist der Blick über die grünen Felder, woher die Unterkunft wohl ihren Namen hat...?! ;-)

Nach Gassigang und "Continental Breakfast" (Weissbrot, Croissont, Butter, Honig, Konfitüre) konnten wir ausgeruht den Weg nach Florenz antreten (Strandwetter war ja nicht wirklich, als dass man dort "heliotherapitisch" sich hätte vergnügen können). Erneut komplett plan- aber nicht ziellos war der Weg nach gut anderthalb Stunden erfolgreich bewältigt und wiederum zeitlich perfekt passend klarte der Himmel auf und die Sonne kam raus. Es folgte eine Florenz-City-Tour, dank zufällig gefundener Touristen-Information mit Gratis-Stadtkarte relativ strukturiert. Florenz ist allerdings wohl auch eher eine Schlecht-Wetter-Sightseeing-Stadt, viele entscheidende Dinge sind eher Indoors angelegt. Also nicht zwingend etwas für Reisende mit Hund...überhaupt ist Florenz nur bedingt hundetauglich, Grünflächen muss man suchen und wenn es denn eine gibt, heisst das ja noch lange nicht, dass es sich zeitlich mit den Bedürfnissen des Hundes trifft....

Als wir vor der Akademie der schönen Künste (wo der Dävu vom Michelangelo drin steht - oder nicht?!) die lange Warteschlange bewunderten, machte sich denn auch das kleine Hundchen heimlich still und leise, exakt die Leinenlänge genau nutzend, vollkommen unbemerkt daran, auf diesen Missstand aufmerksam zum machen...ich wunderte mich noch, warum es aus der Warteschlange heraus erhobene Zeigefinger in meine Richtung gab, dann wechselten wir kurz die Strassenseite, um ein Foto von der Schlange zu machen:
und bei dem Weg zurück bemerkten wir plötzlich einen immens grossen hellbraunen, weichen Scheisshaufen (sorry, einen vornehmen Ausdruck dafür gibts nicht!). Kurze Verwirrung, intensive Betrachtung des Ganzen: War das eine Oleg-Hinterlassenschaft oder nicht? Sollte ich es entsprechend brav anständig einrobisäcklen oder nicht? Schliesslich: Nee, war sicher nicht Oleg, hätten wir ja gemerkt und so sind wir also weitergegangen...

Dann, zehn Meter weiter, die Erkenntnis: Moment, eigentlich haben wir heute noch gar keine anderen Hunde gesehen, die Wahrscheinlichkeit also, dass es NICHT Oleg gewesen ist....höhem, tja, äh, zu spät, schade...

Bei der städtischen Markthalle
(die geschlossen hatte, überraschend, an einem Sonntag ;-)
haben wir dann einen Mittagessen-Stop eingelegt (sehr lecker!), den Akkordeon-Spieler, der unaufgefordert die anderen Gäste und insbesondere uns, die wir am Rand sassen, mit seinen immergleichen Melodien terrorisiert hat, durch Nicht-Bezahlung vergrault und sind anschliessend weiter durch die Stadt Richtung Uffizien geschlendert.

Unterwegs sind wir jedoch noch an einer Kirche vorbei gekommen (was in Florenz nicht wirklich eine Kunst ist), genauer der "Cattedrale di Santa Maria del Fiore", ein -zumindest mal von Aussen - wirklich beeindruckender Bau mit reichlich Verzierungen... All dem SchnickSchnack zum Trotz hatte ich natürlich, als das grosse rote Auto vorbei fuhr, jedoch nur Augen dafür:

...bevor ich mich dann mal auf Details des Gebäudes konzentriert habe. Aufgefallen sind mir zum Beispiel zwei Malereien, die da "einfach so" mittendrin zu sehen waren:
auf diesem ersten Bild nimmt man sie kaum wahr (leider wird die Grösse der Kirche auf den Fotos nicht mal annähernd deutlich)
hier jedoch konnte ich sie gut heran zoomen (Digicam sei Dank!). Nicht schlecht, oder?!
B., die sich die Kirche von innen angeschaut hat, kam allerdings recht enttäuscht wieder heraus, der Innenraum konnte anscheinend mit dem äusseren Eindruck nicht im Geringsten mithalten, so dass ich mir den Gang hinein erspart habe (es muss ja auch noch was für einen nächsten - etwas strukturierteren Besuch über bleiben...).
Aber weiter im Sightseeing-Programm... auf dem Weg gab es zahllose Souvenir-Stände, Handtaschen, T-Shirts, alles, was das Herz begehrt. Da konnte ich mich schliesslich tatsächlich nicht zurück halten und habe mir ein Florenz-Souvenir zugelegt: Im örtlichen Disney-Store ein riesiges Tigger-Badetuch! :-)

Anschliessend gabs noch einmal Gelati und schliesslich die Uffizien. Natürlich auch wieder nur von Aussen betrachtet, für die Kunstsammlung innen war das Wetter zu schön und die Hundehaltestellen zu wenig...
Diese Statue (Uffizien) hat mich einigermassen verwirrt...mit meinem Halbwissen dachte ich, das sei eben der Dävu???
Um das schöne Wetter zu geniessen und dem Hund auch noch ein bisschen Tobemöglichkeit zu bieten, haben wir dann dem Stadtkern letztlich den Rücken gekehrt und uns etwas abseits am Ufer des Arno noch ein bisschen gesonnt
(so schön Florenz und die Toskana allgemein auch ist: An der Berner Aare ist es schöner, weil weniger schlammig...)

Nach einer kleinen Oleg-Not-OP (nen Kratzer am Ohr war beim durchs Gestrüpp laufen neu aufgegangen und wir waren blutbesprenkelt) mit Taschen- und Desinfektionstüchern, haben wir dann gegen 18h die Rückfahrt angetreten, die absolut problemlos verlief, sieht man mal von kleinen Herzattacken angesichts des italienischen Fahrstils (wozu blinken?!) ab... (warum auf einer Spur fahren, wenn man auch mittig auf zwei fahren kann).
Angesichts der örtlichen Verkehrsführung und eigenwilliger Hausnummerierung hätte es mich aber gar nicht gross wundern sollen, warum die so seltsam fahren...
Erneut haben wir den Gotthard über- und nicht unterfahren, der Sonnenuntergang war aber schon durch, so dass der Nebel (wieder Sicht so ca. 5m) immerhin diesmal keine Aussicht verwehrt hat. Hingegen hat er zur Erkenntnis geführt: Warum als Gegenverkehr das Fernlicht abblenden, wenn es eh dunkel ist und man im Nebel nix sieht.

Soweit also der kleine Wochenend-Italien-Trip (ist ein bisschen länger geworden, sorry...). Und zur Abrundung dieses Beitrags hier noch ein kleines multimediales Schmankerl...


Montag, Mai 19, 2008

Velo-Umfrage

Ganz eilig und wichtig: In der rechten Spalte gibt es eine neue Umfrage, die genau eine Woche laufen wird. Die Überschrift verrät zugegebenermassen nicht besonders viel, also erkläre ich es hier: Die S-Bahn Betriebe Region Bern (RBS und BLS) verkaufen seit neuestem das sogenannte S-Bike und da ich ja demnächst an mindestens 2 Tagen in Bern arbeiten werde (juhui, ich freu mich!) und da dann sportlich, sportlich an 2 Tagen pro Woche 2x täglich den Weg "runter ins Loch" und wieder rauf machen werde, habe ich mir überlegt, dass ich mir selbst ein schickes neues Fahrrad zum Geburtstag schenke (indem ich es jetzt 1 Jahr lease und bei Gefallen dann endgültig kaufe). Nun ist es aber so, dass man dem Fahrrad einen Namen geben kann (muss?!) und ich da - anders als bei Autos - vollkommen unkreativ bin und daher über sachdienliche Hinweise sehr froh: Also, fleissig abgestimmt, über das, was mir in den Sinn gekommen ist, resp. kommentieren, wenn es weitere Vorschläge gibt!

MERCI

Sonntag, Mai 18, 2008

Ergebnis

So, nachdem ich heute einen freundschaftlichen Dentalhygiene-Termin überlebt habe (nach ca. 5-8 nicht mehr beim Zahnarzt hatte es einen gewissen Spannungsmoment...aber: NÜT!!! GAR NÜT!!! :-)))), kann ich ja mal schnell, quasi auf dem Weg ins Kino das Ergebnis von Freitag berichten:

Teilgenommen haben 8 Teams, 1. Phase: 2 Gruppen, Zwischenrunde (wieder 2 Gruppen), Platzierungsspiele. Das Wetter hat gehalten, geregnet hat es erst nach dem Turnier...

1. Spiel: 0:0
2. Spiel: 2:0 Sieg dank eines Frauentors (die zählten doppelt),
3. Spiel: 1:0 Sieg

Gruppenerster! Daher Einzug in die "gute" Zwischenrunde, dort die Ergebnisse:

1. Spiel: 0:0
2. Spiel (gegen die ICT-Hausdienst-Mannschaft): 2:1 (ICH habe das Tor geschossen!!!!)
3. Spiel: 0:2 verloren

kurze Pause, dann: Elfmeterschiessen um den Einzug ins Finale (das warum und wieso hab ich irgendwie verpasst, weil ich da grad Oleg aus dem Büro geholt habe). Gewonnen! (ich habe mich vornehm zurück gehalten...hätte wohl nicht mal annähernd getroffen...so ein Tor kann sagenhaft klein sein...)
Wieder eine kleine Pause, in welcher ich Oleg dummerweise mit einem Ball in der Schnauze hab über die Wiese rennen lassen. Fataler Fehler, er hört dann nämlich nicht mehr...

Schliesslich: Finalspiel: 1:2 verloren (also knapp).

Cool, oder?! Immerhin ein Platz besser als letztes Jahr in der Halle (wo ich 4 oder 5 Tore gemacht habe!), aber dafür waren auch weniger Teams am Start. Jedenfalls hab ich immer noch Muskelkater...aua :-)

Freitag, Mai 16, 2008

PH-Fussballturnier

Heute ist ein grosser Tag. Denn heute werde ich zum zweiten Mal am PH-Fussballturnier die Mannschaft der Sportlehrer boykottieren ;-)*

Das PH-Fussballturnier findet zum 3. Mal statt (beim ersten Mal 2006 war ich nicht dabei), letztes Jahr bei der Hallenausgabe (wegen Dauerregend im Juni) sind wir immerhin 3. von ca. 16-20 Teams geworden! Und ich habe, obwohl ja totale Antisportlerin (Tanzen ist Vergnügen, nicht "Sport"), einige Tore geschossen, wenn nicht gar die entscheidenden so im kleinen Finale und so...

Die Regeln sind aber leider so, dass jedes Team mindestens zwei weibliche Personen auf dem Platz stehen haben muss, zu jeder Zeit und letztes Jahr gab es nur eine Kollegin und mich bei den Sportlehrern (sprich: wir haben hardcore bei 6 Spielen a 10min durchgepowert!!!). Dieses Jahr gibts immerhin noch ne Sportlehrerin und eine weitere Dozentin, die sich zum Mitspielen bereit erklärt hat. Und das Ganze findet voraussichtlich nicht in der Halle sondern draussen auf dem Rasen statt. Bislang hat es auch noch nicht geregnet, aber die Aussichten für den Nachmittag sind nicht besonders vielversprechend...

Jedenfalls, das wollte ich nur schnell mitteilen, für den Fall, dass es demnächst keine Einträge mehr gibt. Dann weisst Du, geneigte Leserin/geneigter Leser, wenigstens, woran es liegt...

Wenn es gut geht und ich ne/n kompetente/n Kamerfrau/-mann finde, gibts eventuell auch Filmaufnahmen später. Aber das wird nicht versprochen.

So. Und wer wird Europameister? Ernsthaft die Schweiz???? Leute, abstimmen rechts in der Spalte nicht vergessen, die Quoten sehen ja im Moment haarsträubend aus...

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* Anmerkung: Bereits in einer der ersten Schulsportstunden meines Lebens habe ich eine tief sitzende Antipathie gegen die Spezies der Sportlehrenden entwickelt. Dies, weil meine damalige Sportlehrerin Frau S. in einer Stufenbarren-Übung befand, dass ich, "als Älteste in der Klasse keine Hilfestellung nötig" hätte!! Eine Frechheit, was sagt schon Alter über Bewegungstalent aus?! Nüt, äbe... Später vertieften dann am Gymnasium die Alkoholikerin Frau B., der Ex-Superbasketballstart Herr S., eine Religion- und Sport unterrichtende Frau S. und selbst ein als Geschichtslehrer hoch motivierender Herr B. diese Antipathie durch meist unfaire, nicht nachvollziehbare Benotungen, überflüssige Kommentare ("Deine Schwester war aber viel besser in Sport als Du") und ähnliches. Insofern ist es schon als ein mittleres Wunder zu bezeichnen, dass ich hier mit den Kollegen D.M. und P.H. gemeinsam in einem Team antrete, auf der Seite des einstigen Feindbildes...

Sonntag, Mai 11, 2008

Ein Snapshot...

...extra für Dich, liebe Tanzpartnerin J. :-)
gefunden bei spiegel-online in einem Artikel über den Diskos von Phaistos, zweite Seite, vorletzter Abschnitt...

Freitag, Mai 09, 2008

Mein feuerrotes Spielmobil

Sieht nicht etwa so aus:

Auch nicht so:
Sondern SO:
Jaja...Linda hat mich halt viel zu schnell wieder verlassen, dafür gibt es jetzt Viktor (Autos brauchen einfach Männernamen! :-)

Sonntag, Mai 04, 2008

Nimmt hier jemand Anstoß?!

Dieses-für Deutsche-lustige Schild habe ich heute beim Wandern durchs Emmental, resp. entlang der quirligen Kleinen Emme am Uferweg, gesehen. Mußte ich natürlich grad für den Blog festhalten. Was genau wollen die Schweizer hier den Wandernden wohl sagen? Kommentare erwünscht! :-)