Freitag, Juni 01, 2007

Smilie-Post

So, nachdem ich mir grade die neueste Mozilla-Variante installiert habe und anschließend bei den Erweiterungen nen Smilie-Generator, muss ich doch glatt mal ausprobieren, ob das auch alles funktioniert? Wäre ja cool, denn es gibt ja unzählige witzige kleine Bilderchen, mit denen man so einen Text auflockern kann...
Dancing Penguin
Das wäre zum Beispiel der tanzende Pinguin, wenn er denn tanzt (grad in der Vorschau hält er still...)
Es gibt 35 verschiedene Kategorien und jede Kategorie hat unzählige Varianten...wie soll man da bloss immer das richtige Bildchen finden?? Mal schauen... da gäbe es sogar ein Bildchen, welches ausdrückt, was ich grad eigentlich tun sollte:
Dish Washing
und eines, was zeigt, was ich tatsächlich tue ;-)

Hangin' Around

Eine andere Alternative, was ich grad tun könnte, wäre das hier:
Sleeping 8
Aber da ich in 2h ins Theater muss, um dort das erste Mal Feuerwache zu schieben, belasse ich es fürs erste mal hierbei (genug ausprobiert) und wünsche viel Spaß beim Kommentieren!

See Here


Dienstag, Mai 08, 2007

Relativität...

Für den heutigen Eintrag sind viele Namen und Überschriften denkbar. Ob der gewählte nun passt oder nicht, überlasse ich Deiner Einschätzung, geneigte/r Leser/in...

Denkbar wäre auch gewesen: "Europatag, 5.5.07" oder "Der Tag, an dem Bruno B. starb" oder "Das Leben ist schön?!" oder oder...vielleicht gibt es ja noch andere Vorschläge...

Für ein paar wenige Menschen ist es nichts Neues und genau die warten vielleicht auch gespannt auf die Bilder, für alle anderen hier erst einmal der bildlose Bericht der Ereignisse...

Es war einmal in einem kleinen Land, genannt Schweiz. Da lebte ein Mädchen, man nannte sie Melanie. Diese Melanie hatte aus dem Land, aus dem sie eigentlich stammte, Deutschland, einen treuen Gefährten mitgebracht, ein tapferes, kleines, schwarzes Auto, rund, schwarz, mit Augen, die im Nebel gucken konnten, einem Dach, dass den Blick zu den Sternen ermöglichte und einer Kofferraumabdeckung, die nebst einer beifahrenden Person auch die Mitnahme des Hundes Oleg ermöglichte. Sie nannte ihn Bruno.

Melanie lebte nun schon einige Zeit in der Schweiz und hatte lange gebraucht, um aus Bruno, dem Essener (obgleich in Berlin gekauft und in Frankreich hergestellt), einen Schweizer zu machen. Im März 2007 war es endlich soweit, am 20.3. wurde er Berner. Neue Nummer, neues Outfit, ungewohnt, aber sehr schick. So lebten sie glücklich und zufrieden…doch Unheil drohte dem Glück, schwere Regenwolken zogen auf und verhüllten am Europatag, dem man selbst in der neutralen Schweiz gedenkt,




den Himmel. Am Nachmittag des 5.5. wurde mit der erhaltenen Freikarte in Begleitung von Tanzpartnerin J. die BEA Expo 07 besucht, Schweinchen angeschaut und natürlich Kühe

sowie Öpfuchüchli und Miuch genossen. Am Abend wollte man nach Zürich an den grossen Gayball reisen. Zuvor sollte aber der Hund noch eine gehörige Portion Auslauf am Thuner See erhalten, während J. sich bereits für den Ball parat machte. Nach ner guten halben Stunde im absoluten Dauerregen (dem Hund macht das Hundewetter ja nix aus…) wurde die Tanzpartnerin im schicken Ballkleid eingesammelt und so fuhr Bruno vollbesetzt tapfer gegen die Fluten kämpfend gen Bern. Die Wolken verdichteten sich, es regnete unaufhaltsam weiter, aber das war ja schon x-Male bestanden, nie hatte es irgendwelche Probleme gegeben, warum gerade heute…


Und dennoch, es geschah. Auf schnurgerade Strasse zog es Bruno auf einmal wie von Geisterhand mit voller Wucht und etwa bei 100km/h Geschwindigkeit rasant vom rechten (Normal-)Fahrstreifen nach links. Alle Gegenlenk- und Bremsversuche von Melanie zeigten sich ausgesprochen erfolglos und mit einer (eleganten??) Drehung kollidierte das Auto ein erstes Mal mit dem rechten Teil der Schnauze mit der Leitplanke. „Das war’s, fertig und tschüss“ dachte sich Melanie, aber weiter ging’s im Karrussel, das Auto drehte sich, knallte mit der linken Seite an die Leitplanke und vor lauter Drehschwung kam noch ne Spiraldrehung mehr dazu und die Welt stand für einen Augenblick Kopf. Nach der bald anschließenden Landung zurück auf die Räder wurde es dann still. Das erste, was Melanie wahrnahm, außer dass sie es tatsächlich offenbar überlebt hatte, war der Anblick ihres Hundes vor ihr (!) auf der Strasse, d.h. in diesem Fall dem linken (Überhol-)Fahrstreifen der Autobahn. Neben ihm lag die vorher ebenfalls im Kofferraum befindliche extralange Leine. Wie war beides bloß dahin gekommen? Und wieso bewegte sich der Hund nicht sondern schaute sie nur absolut verdutzt an? Aber halt, rechts fuhren ja schon die Autos weiter, es galt, ihn möglichst schnell in Sicherheit zu bringen… ein kurzer Blick zur Beifahrerin, die ebenfalls nicht wenig verwirrt drein blickte „Alles in Ordnung?“ „Ja, alles klar“ und schon war Melanie ausgestiegen und auf dem Weg zu Oleg. Der versuchte erst halbherzig wegzulaufen, ließ sich dann aber glücklicherweise schnell einfangen, bevor noch mehr passieren konnte. Kurzes Anhalten der Autos auf dem rechten Streifen und Oleg wurde an die Leitplanke des Pannenstreifens gebunden. Danach zurück zum Auto, wo J. inzwischen auch ausgestiegen war…da es ja immer noch sehr stark regnete, legte Melanie ihr nahe, dass sie doch mal ihre, für einen anderen Zweck, glücklicherweise mitgenommene Regenjacke anziehen möge…tat sie dann auch. Eine Frau, die den Unfall offenbar beobachtet hatte, kam zur Hilfe geeilt, fragte, was sie tun könne. „Warndreieck“ war alles, was Melanie einfiel und weil die Frau sie nicht ganz verständnisvoll anschaute, wühlte Mel kurzerhand in den Scherben und dem Müll ihres Autos rum und kramte das eigene Warndreieck hervor. Damit schickte sie die Frau dann erst mal weg und besann sich anschließend auf nächste Schritte. Die Schweizer Nummer der Polizei wollte ihr nicht einfallen, als sie mit zitternden Fingern das Handy hervor holte. Hier konnte aber J. glücklicherweise aushelfen. Doch grade, als die Nummer getippt war, kam die Frau zurück, fragte erneut, was sie helfen könne und dabei fiel Melanies Blick auf die direkt in der Nähe befindliche Notrufsäule. Spontan fiel ihr ein, was sie wenige Tage zuvor im Feuerwehr-Motorfahrkurs gelernt hatte: Bei Unfällen Notrufalarmierung vorteilhafterweise per Säule machen, weil so der Standort direkt bekannt ist. Also die beiden Frauen rüber zur Notrufsäule geschickt. Berndeutsch hätte sie in dem Moment wahrscheinlich eh nicht verstanden, also war sie froh, nicht telefonieren zu müssen…Stattdessen setzte sie sich mal ins Auto, wo ja noch der Schlüssel steckte und nach ein paar erfolglosen Versuchen, das Auto zu starten (ist bei Smart ne Kunst, wenn der Schlüssel steckt, man muss auf „N“ stellen, den Schlüssel auf „O“, dann einmal die Türverriegelung lösen und kann anschließend starten…von der Theorie her bekannt, im Eifer des Gefechts doch ein recht komplizierter Vorgang…), lief der Motor schließlich wieder rund. Und trotz zweier Platten und verbogenen Felgen auf der rechten Seite, konnte easy auf den Pannenstreifen hinüber manövriert werden, um nicht weiter zusätzlichen Unfallgefahren ausgesetzt sein zu müssen…
Danach verabschiedete sich die nette Helferin unbekannterweise und J. und Mel warteten gemeinsam mit dem ganz leicht verletzten Oleg auf die Polizei. Oleg hatte am Auge und an der Pfote ein paar blutige Spuren, schien aber ansonsten recht fit und fidel zu sein. Ist er bislang immer noch. Fit (aber nicht wirklich fidel) waren und sind auch Melanie und J. Letztere hat allerdings ein Schleudertrauma abbekommen, wie sich bei einer abendlichen Untersuchung in der Thuner Klinik herausstellten sollte. Die Aktion dort war auch besonders spannend. Zunächst bei der Aufnahme die Angabe zahlreicher Daten…J. begann und Melanie wurde es immer übler, wusste sie doch zu der Hälfte der Fragen keine Antworten… Unfallversicherung des Arbeitgebers?? Art der Krankenversicherung?? Herrje…Kontaktperson in der Schweiz??? Aber für jedes Problem gibt es eine Lösung, so konnten auch diese Dinge wenig später geklärt werden. Ohne große Wartezeit ging es kurz darauf in den Untersuchungsteil. J. war bereits vorher zur Untersuchung gebeten worden und als Melanie das Krankenzimmer betrat, lag sie schon im schicken Krankenhausnachthemd und mit Halskrause versorgt im Bett…bald darauf sollte Melanie nicht großartig anders aussehen, wobei sie es 1. schaffte, das Krankenhausnachthemd falschrum anzuziehen (Zitat Pflegefachfrau: „Wenn ich auch keine Anleitung mit dabei lasse…“) und 2. die Halskrause erst mit einiger Verspätung angelegt wurde. Vorher stand noch das Blut abnehmen und das Legen einer Infusion an. Hier zeigte sich die Pflegefachfrau sehr pragmatisch. Nach dem erfolglosen Erklopfen günstiger Venen im linken Arm („herrje und ganz kalt ist Ihnen auch noch“) gab es zum einen ein angenehmes Wärmekissen für den linken Arm und die Versuche wurden rechts fortgesetzt. Die – überraschenderweise ;-) deutsche – Assistenzärztin erklärte den Grund für die erfolglose Venensuche mit dem Schock „da kollabieren die Venen dann einfach“. Bei J. ging die ihr zuständige Pflegefachfrau etwas weniger sanft um, sechs- oder siebenmal wurde zugepiekst. Bei Melanie reichte letztlich ein Treffer in die rechte Ellenbeuge fürs erfolgreiche Abzapfen und anschließende Befüllen mit einer Elektrolytfüllung (J. bekam „nur“ NaCl). Weiter ging das Programm wenig später mit Röntgen von Hals- und Brustwirbelsäule sowie Ultraschall des Bauches. Dabei musste nie die Matratze verlassen werden, praktisch. Nachdem auch das alles geschafft war und die Ergebnisse soweit auf keinerlei Verletzungen hindeuteten, fehlte noch die obligatorische Urinprobe. Da bereits ein paar Stunden vergangen waren, konnte Melanie dieses Bedürfnis zur allgemeinen Erheiterung sehr umfassend erfüllen…(diese Becher sind aber auch klein…). Auch hier noch fix auf die Ergebnisse gewartet, dann konnte mit Schmerzmitteln und Rezepten ausgestattet die Notaufnahme wieder verlassen werden. Der Unfall war gegen 18h geschehen, inzwischen war es so 22.45h…

Tja und da sie nicht gestorben ist, blogt sie auch noch heute…

Inzwischen ist es Mittwoch, 0:38h gerade und eigentlich sollte ich ja schlafen…aber jetzt mach ich noch diesen Eintrag fix fertig, heute früh kommt eh der Maler zum Wohnungstür streichen, da ist nicht viel Arbeiten angesagt…

Vielleicht stellt sich die Frage: Was ist denn nun eigentlich aus dem treuen, tapferen, kleinen Bruno geworden? Nun, der hat, nach meinem Verständnis es tiefgründig abgelehnt, Schweizer zu sein und hat, passenderweise am Europatag, den Freitod gewählt. Natürlich hochdramatisch mit viel Publikumswirkung… Dass er dabei ne Horde Schutzengel für Mensch und Tier zum Einsatz gebracht hat, war ihm im Vorfeld sicher nicht so bewusst…nichtsdestotrotz steht nun aber ein Haufen Schrott in Thun beim Abschlepper rum und wartet auf die Entsorgung. Oder das Recycling?








Tja, was ist hier wohl wichtig? Wie ich inzwischen herausgefunden habe, ist die von mir erst kürzlich abgeschlossene Autoversicherung nur eine Teilkasko, dumm gelaufen. Und 1. kenn ich mich ja nicht aus und 2. hatte ich sowohl Samstag beim Abschleppen als auch Sonntag beim Ausräumen des Fahrzeugs weissgott andere Sorgen als an weitere Schritte zu denken. So war ich dankbar, dass der Abschleppheini die Entsorgung „einfach so“ erledigen wollte. Ob er es nun tut oder noch erfolgreich interveniert werden kann, wird sich zeigen. Eine nette Arbeitskollegin mit ihrem Mann hat sich dieser Angelegenheit angenommen und ich drücke fest die Daumen, dass die zwei etwas erreichen können. Vielen Dank Euch beiden!!! Ebenfalls danken möchte ich an dieser Stelle allen, die mir in den letzten Tagen immer wieder sehr, sehr liebe Dinge gesagt haben und auf die eine oder andere Art für mich da waren. Es ist sicher noch nicht alles überstanden (wie meine „sentimentalen Phasen“), aber ich bin sicher: Alles wird gut!

Die Situation ist schon speziell, ich habe dem Tod quasi ins Auge geguckt, bin aber nicht mal mit einem blauen Auge sondern absolut unverletzt davon gekommen. Warum ich ein solches Glück hatte und beispielsweise am gleichen Tag ein 18jähriger Fahrer (bei dem sich gar der Airbag geöffnet hat, bei uns nicht) nicht, weiß ich nicht. Irgendeinen Grund wird es schon geben, vielleicht erfahre ich ihn irgendwann.
Sei es, weil meine Oma immer fleißig Kerzen für ihre Kinder, Enkel und Urenkel anzündet und jeden Abend ein gutes Wort für uns einlegt, sei es, weil meine Opas und meine andere Oma von oben auf mich aufpassen, sei es, weil es einfach noch nicht meine Zeit ist…irgendeinen Grund wird es geben. Aber ich bin mir sicher, der Grund ist nicht der, dass ich mich hier nun unnötig wegen diverser kleinerer oder größerer Finanzbeträge stressen sollte, unsinnig kindische zwischenmenschliche Konflikte ausleben oder ähnliche Zeitverschwendung betreiben sollte…

Dramatische Ereignisse hinterlassen Spuren. Auch wenn mir oberflächlich nix fehlt und es mir augenscheinlich gut geht, innen drinnen arbeitet es. Und wird wohl so bald auch nicht aufhören. Wie kann man ein Leben in einer Welt „genießen“, wo genau das so vielen Menschen fremd geworden ist und man als „Genießer“ keinen Platz mehr findet? Geht das überhaupt? Oder ist es nicht vielmehr Aufgabe für alle, sich selber einmal an die Nase zu nehmen, inne zu halten und zu überlegen, um was genau es eigentlich geht? Die Evolution hat aus dem Menschen das scheinbar überlegenste Lebewesen dieses Planeten gemacht, aber sind wir es wirklich? Ich denk weiter drüber nach…und bin gespannt auf Antworten in den Kommentaren…

In diesem Sinne: Eine gute Nacht und einen schönen Tag!

Montag, April 30, 2007

Video-Blog

So, jetzt habe ich grad mal fleissig gegoogelt und muss doch sofort mal ausprobieren, ob es funktioniert, auch Videos online zu stellen. Wenns klappt, kann man hier sehen (und wohl leider auch hören ;-) wie Oleg am Samstag super heldenmütig in der Aare schwimmen war (aktuelle Wassertemperatur so 14 Grad Celsius...bibber). Er ist sogar einmal einem kleinen Holzstück sicher gut 50m hinterhergeschwommen und hat es stolz schwanzwedelnd wieder zurück gebracht :-) Mein kleiner Held (Achtung: Am Donnerstag feiert er seinen 1. Geburtstag!!!).

Auf dem zweiten Video sollte dann hoffentlich zu sehen sein, wie sich Oleg gegen einen GROSSEN, STARKEN, gar nicht bellsüchtigen Kampfhund verteidigen musste. Ebenfalls am Aareufer. Beide Videos sind per Handy aufgenommen (mit ungeputzter Linse), ich bitte daher die fragwürdige Qualität zu entschuldigen...

Aber nun: Here we go...

Video 1: Oleg schwimmt!

Video 2: Oleg und der Kampfhund

Mittwoch, April 18, 2007

O-16-04-07-M

0:30h. Der Vampir erwacht. Heute gibt es einen bilderreichen Blog. Die Abkürzung steht sicher für „Bilder lächerlich oder genial“. Du, geneigte/r Leser/in darfst entscheiden. Die Kommentarfunktion ist kinderleicht zu bedienen. Oder idiotensicher. Und ja, wenn Du es nicht kannst, darfst Du Dich als Kind oder schlimmer bezeichnen. Vielleicht bist Du auch Lehrperson? Sagte doch ein geschätzter Arbeitskollege (Codename: Heidi ;-) einst zu mir: „Melanie, hier in der Schweiz musst Du Dinge nicht „idiotensicher“ machen sondern „lehrersicher“.“ Das war ein Zitat. Von „Heidi“ .
So, und damit ich nicht noch um 3h morgens hier sitze, verfasse ich den Text parallel zum Bilderchen hochladen. Wahnsinnig genial, hätte ich auch schon eher mal drauf kommen können.

Also, es geht um ganz verschiedene Dinge. Zunächst einmal, für den Jöööö-Effekt ein Tierbild.

Das sind Smokey und Oleg, die sich lieb haben. Oder wonach sonst sieht es aus? Besonders der Oleg hat den Smokey lieb. Aufgenommen per Handy aus meinem Bett heraus an einem frühen Morgen…so gegen halb zehn vermutlich ;-).

Gut, nachdem jetzt alle positiv gestimmt sind und ein Lächeln im Gesicht haben, soll es um die eigentlichen Geschehnisse gehen. Von Freitag, dem 13. bis Montag den 16. April diesen Jahres bekam ich Besuch meiner Eltern, auch unter dem Pseudonym Oldies bekannt. Das letzte Mal waren sie in der Schweiz als ich noch in Solothurn wohnte und das ist ja bekanntlich EWIG her… Jetzt also Bern. Und da ich so dicht dran wohne, sind wir am Freitag mal glatt noch zum Wankdorf-Stadion, äh Stade de Suisse natürlich!, gepilgert. Vor dem Stadion haben wir eine Helmut-Rahn-und-wie-sie-alle-hiessen-Gedächtnis-Schweigeminute eingelegt (aus dem Hintergrund müsste Rahn schiessen….usw.) und haben anschliessend im Shopping-Center fröhlich schicke neue Rucksäcke und solche feinen Dinge eingekauft (kl. Anmerkung ans Patenkind: Dein Namensvetter singt grad im Radio - 0.44h). Abends ging es dann zum Essen fassen zum "Römer". Kleiner Quartieritaliener um die Ecke. Das Essen war gut und sehr unterhaltsam (ja, man kann Pizza tatsächlich auch mit rechts essen, wenn man Rechtshänder ist! :-) und Oleg lag brav an der Stahlkette unter dem Tisch. Bei dem Versuch, die Lokalität wieder zu verlassen, gab es eine kleine Schwierigkeit: Oleg hatte sich so brav auf die Steinplatten gelegt, dass sich seine Kette in einem Spalt verklemmt hatte!

Es wurde eine sehr abenteuerliche Aktion, die Kette wieder zu befreien. Der erste Versuche mit dem Kaffeelöffel schlug fehl (der Löffel blieb zum Glück heil!). Der zweite Versuch mit einem Schraubenzieher, den die Kellnerin (die Serviertochter, wie es anständigerweise heissen müsste, ich weiss) brachte, trug leider auch nicht mehr zur Befreiung bei. Erst ein ebenfalls herbeigebrachter Hammer brachte die Erlösung.
Die übrigen Gäste im Lokal liessen sich nichts anmerken, aber ihre Gedanken zu lesen, fiel nicht sonderlich schwer "diese Dütschen...der Blick hat DOCH Recht...". (Merci für den langen Kommentar übrigens Gesine - darfst gerne bei meinem Lesterschwein meine Mailaddy erfragen oder demnächst den Link zum Artikel kopieren ;-)
Ich fürchte, den Römer werde ich so bald nicht aufsuchen können...

Egal, irgendwann ging es dann nach Hause, doch was sass quasi direkt neben dem Haustürschloss? Ein possierliches kleines Tierchen.
Leider auf dem Bild nicht wirklich gut zu erkennen, aber es handelt sich um ein 8beiniges Wesen, das sooooooooooooooooooo gross, wenn nicht noch grösser ist und seit einiger Zeit immer mal wieder im Hauseingangsbereich auftaucht. Den besagten Abend eben am Hauseingang aussen, gestern Abend war es IM Hausflur, das nächste Mal springt es mich sicher aus der Waschmaschine an oder so. Die Spinne ist echt RIESIG! Selbst Oleg hatte Angst, aber zu dem später... (ok, nein, er hatte nicht Angst, er wollte spielen ;-).

Jedenfalls, nach einem Nachtspaziergang mit Hund an der Aare (Sternschnuppe gesehen, am Freitag 13.! Juhui) war das Tierchen irgendwohin verschwunden und ich konnte irgendwann mal schlafen gehen. Der nächste Tag brachte schliesslich volles Programm. Nach einem Frühstück im Hotel Pension Marthahaus (bekomm ich bei der nächsten Reservierung nun Werbeprozente??) ging es mit der Bahn los Richtung Thun. In der Bahn darf man viel, wenn es nicht voll ist, sogar seine Füsse auf den Sitz legen - aber nur mit Zeitung, bitte (vgl. hierzu auch "Gebrauchsanweisung für die Schweiz").
In Thun schliesslich angekommen, ging es weiter aufs Schiff, um eine gemütliche Fahrt über den Thuner See nach Spiez zu machen. Richtig, das gab es schon einmal, da war Oleg noch sooooooo klein und musste auf meinen Schoss, um über die Reling schauen zu können. Inzwischen ist er ja schon soooooo gross und so ne Schifffahrt ist doch echt mal was für Babies ;-)
Jedenfalls sieht er auf dem Bild leicht gelangweilt aus...Immerhin war das Wetter diesmal BEDEUTEND besser als beim letzten Seeausflug, wie sich schön mit diesen Bildchen zeigen lässt:
Es war sogar das Bergpanorama zu bewundern. Man konnte sogar einen völlig haubenfreien Niesen sehen. Falls das unten gezeigte Hügelchen NICHT der Niesen ist, bitte ich um entsprechende Klugscheisser-Kommentare mit Aufklärung :-)
Diese schöne Kulisse lud wirklich zum Fötelen ein, das beherzigten auch meine Oldies. Weibliche Anweisungen ("Da - Mach ma Fotto!") wurden umgehend männlich beherzt umgesetzt:
Für so ein Foto braucht es Konzentration, 2 zugekniffene Augen und vor allem viel, viel, viel Zeit...Diese verging auf dem Schiff recht schnell, jedenfalls wurde schon bald das anvisierte Ziel Spiez erreicht. Dort, wer würde es glauben und weiss es immer noch nicht, nächtigte vor zig Jahren diese Mannschaft, die gar wundersames im Wankdorf-Stadion...gut, die Geschichte sollte nun wirklich JEDE/R kennen! Aber wo genau nächtigten Fritz Walter und Co? Na, wer weiss es? Auflösung, hier:
Im Hotel Belvedere. Sehr schick und heute mit 4 * versehen. Lässt sich gut mal ein wohltemperierter Latte Maschato trinken (nur nach Knoschi, versteht sich ;-) oder vielleicht auch ein "Stängeli" :-). Gut gestärkt konnten anschliessend alle Hügel erklommen werden, die es zu besteigen galt auf dem Weg zum Bahnhof, um zurück in die schöne Bundesstadt zu kommen.
Hier sind meine holden Eltern beim Aufstieg zu bewundern. Sie haben sich gar tapfer geschlagen. Insbesondere "das Grüne" (sorry, dieser Insider musste sein, auch wenn ihn kaum jemand versteht) rechts im Bild. Trotz schwerwiegendem Unfall kürzlich auf Bali (vgl. Lesterschwein-Blog) hat sie ganz wacker durchgehalten und sich auch nicht von doppelten Bildern und zeitweisen Höraussetzern aus der Ruhe bringen lassen. Nur das mit dem Durchpusten beim Klettern könnte noch etwas besser geübt werden, was?! Jetzt aber schnell wieder gesund werden, bitte!!!

Der Tag endete mit einem unfallfreien Essen mit Rösti auf dem Bärenplatz. Am Sonntag wurde dann der Berner Hausberg Gurten erklommen (mit dem Bähnli, versteht sich) und abends noch einmal der geniale Walliser am Bärenplatz beglückt. Der Serviersohn (den Begriff gibts aber nicht wirklich, oder?!) konnte sich sogar noch an die deutschen Gäste vom Vorabend erinnern inklusive ihrer Bestellungen! Das nenn ich mal Elefantengedächtnis...
Am Montag war dann wie gesagt Abreise angesagt und an jenem Tag schlug die grosse Stunde des Oleg B. Er musste das erste (und hoffentlich letzte!) Mal unters Messer.
Einmal mehr nach Thun gefahren, in die dortige Tierklinik, kleine Kahlrasur und nach einer etwas sauigen Aktion ihn in den Schlaf zu befördern, konnte dann rasiert werden. "Brasilian" würd ich mal sagen ;-). Auf dem folgenden Bild nicht zu erkennen, wohl aber der Grund der Rasur...ein letztes "Kiwi"-Gedenkbild...
Jetzt sieht das arme Hündchen eher aus wie ein Astronautenhund, der vergessen hat, seinen Helm abzusetzen. Und auch wenn er auf dem Bild nicht so happy aussieht, hat er es immerhin noch am Tag der OP geschafft, sein Halsband zu zersprengen, beim Versuch, eine kleine, unschuldige (und ebenfalls kastrierte!) Katze zu jagen...
Wenn er durch die Wiesen oder an den Strassen entlang läuft, erinnert Oleg jetzt zurzeit an einen Staubsauger. Oder eine umgedrehte Schirmlampe, je nachdem, ob in Bewegung oder im Stillstand. Daher auch die schicke Überschrift, soll an tolle Turbostaubsaugernummern erinnern. FX-908274675 oder wie war das doch gleich??
Naja, aber nicht mehr lange (ca. 8 Tage, wenn alles gut geht) und Oleg kann wieder Trichterfrei durch die weite Welt laufen. Und Bäume aus den Untiefen des Thuner Sees retten. Jawoll, der Kleine kann WIRKLICH schwimmen! Den Beweis habe ich auch als Video auf dem Handy, aber fürs erste muss ein Beweisfoto reichen.
Er konnte an der Stelle wirklich nicht mehr stehen und hat trotzdem den - alles andere als leichten - Riesenast aus dem Wasser ans Ufer gezogen! Es gibt mindestens drei Zeugen, wer's nicht glaubt.

So, jetzt ist es 1.20h. Der Hund möchte mal Pipi machen. Will ich ihn nicht unnötig warten lassen. Und Vampy muss ja auch ins Bett. In diesem Sinne. Gute Nacht.

Dienstag, April 03, 2007

Finken, Kröten und anderes Getier

Dies ist mein 60. Blogeintrag. Und ich bin enttäuscht, masslos enttäuscht! Wo sind sie, die Leserinnen und Leser dieser wunderbar mit grosser Liebe gestalteten Seiten??? Nur 4 magere Glückwünschchen, also ehrlich...Da hatte ich mir schon etwas mehr Engagement erhofft...aber nunja. Werfe ich mich halt voll ins Knut-Getümmel und versuche, mit Tieren zu punkten :-)

So, das musste jetzt mal sein, der Hinweis auf diesen knuddeligen kleinen Eisbären, der in einem Jahr schon gar nicht mehr so knuddelig ist. Apropos knuddelig. Das sind kleine Lebewesen (also mal die 2 oder 4beinigen) eh ganz oft. Erinnern wir uns doch mal, wie Oleg so vor rund einem Jahr aussah:
Gäll, auch ganz schön herzig, oder?! Äbe...Mit 7 Wochen war das Fell noch weich (das Ohr bereits umgeklappt) und der Hund schüchtern und brav. Heute (grad auf den Tag genau 11 Monate! Es ist bereits der 3.4.07) ist er ein kleiner grosser Draufgänger, hat es gar nicht gern, wenn er beim Tanzen zuschauen muss (statt mitmachen wahrscheinlich) und sieht inzwischen so aus:
Und richtig, das da links im Bild ist eine kleine (und deshalb niedliche??) Kröte (oder ein Frosch? Ich kenn mich nicht aus, wer hilft?? Haifisch-Mama vielleicht?). Für alle, die es nicht so mit dem Gucken haben, hier die vergrösserte Variante (einer weiteren Kröte):
Gesehen vorhin beim Abendspaziergang mit Oleg. Den haben die Hüpfer (gab einige davon, sassen einfach so auf dem Weg und am Rand, teilweise aber gefährlich IM Weg, im Dunkeln leicht mit einem Blatt zu verwechseln...) im Übrigen völlig kalt gelassen. Ganz im Gegenteil, er wäre eher aus Versehen drauf getreten, als dass sie ihn sonstwie interessiert hätten. Umgekehrt zeigten die Quaker (nicht ä ;-) ebenfalls keine Regung...

Um die Bildersammlung der Tiere zu vervollständigen, jetzt mal noch die Frühlingsfinken:
OK, der Scherz funktioniert nicht wirklich, wenn man nicht weiss, dass zu Hausschuhen (Pantoffeln) hier in der Schweiz "Finken" gesagt wird. Das ist der Fall. Und diese hübschen pinken (ist das jetzt blau? oder grün? oder doch gelb oder rot? :-) wurden netterweise bei einem Besuch zur Verfügung gestellt. Die Schühchen links aussen waren fürs Hundibundi gedacht, der sie sich auch mit grosser Freude hat schmecken lassen. Restlos verzehrt...

Abschliessend dann noch ein Kuriosum, welches ich vorhin in der Hochschule für Soziale Arbeit (FHNW) in Olten entdeckt habe. Die Schweizer/innen sind reinlich! Das ist der ultimative Beweis :-)
So, jetzt darf getratscht werden. Aber bitte öffentlich :-)

Freitag, März 23, 2007

60 Jahre...

...wird heute, wenn auch im fernen Singapur weilend, meine Mama. :-)

Happy Birthday to you, happy birthday to you, happy birthday, happy birthday, happy birthday to you!!!

Und alle, die ihr mit mir ein Ständchen bringen wollen, dürfen dies gerne in den Kommentaren tun! Wie genial wäre es, wenn da statt "0 comments" mal "60 comments" zu lesen wäre... oder?!

Halten wir einmal fest, was ist im Jahr 1947 noch alles weltbewegendes geschehen (ausser ihrer Geburt, versteht sich?!): (quelle: wikipedia, was sonst)

Am 1.1. wurde Philipp Etter Bundespräsident der Schweiz
Die Niederlande, Ecuador, Liberia, Kuba, Luxemburg, Kolumbien, Urugay und Honduras wurden Mitglieder der UNESCO
Am 8.März wurde der Demokratische Frauenbund gegründet
Die AHV in der Schweiz wurde nach Volksabstimmung (was sonst) eingeführt
Der Spiegel erschien erstmals
ebenfalls am 23.3. kam Christiane Brunner, eine Schweizer Anwältin auf die Welt, Elton John wird erst in 2 Tagen 60...
Den Friedensnobelpreis in dem Jahr erhielten die Quäker (von denen ich im Amiland immer wieder gerne das "Life-Cereal" esse... ;-)

Der beliebteste weibliche Vorname in dem Jahr war Monika, der Name meiner Mama liegt immerhin auf Platz 16 der Jahreshitliste! (Hah, ich habe es 1978 auf Platz 4 gebracht! Meine Schwester in ihrem Jahrgang auf Platz 7 und mein Vater vor 63 Jahren ebenfalls auf Platz 16, meine Omas haben es in ihren Jahrgängen jeweils nicht in die Top 35 geschafft. Für alle Jahrgänge und bei eigenem Namensinteresse, vgl. www.beliebte-vornamen.de)

Absoluter Oscar-Winner des Jahres war der Film "Die besten Jahre unseres Lebens".

Auf die Welt gekommen ist sie in Leinefelde, Eichsfeld, im Herzen der heutigen Bundesrepublik Deutschland (aktuelles Bundesland: Thüringen).

So und nun soll aber wirklich noch Platz für die zahlreichen Kommentare sein... also, einen schönen Tag, fröhliches Feiern und lass Dich nicht von Deinem Enkel anscheissen oder ankotzen! ;-)

Mittwoch, März 21, 2007

Frühling...oder: Alles neu macht der März?!

Frühling läßt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte
Süße, wohlbekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land
Veilchen träumen schon,
Wollen balde kommen
Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist's!
Dich hab ich vernommen!
(Eduard Mörike)

Ja, passend zu diesem Text sind doch die folgenden Bilder (aufgenommen in Interlaken & Bern, 20.3.07):



Auf dem letzten Bild ist mein kleiner Bruno zu sehen. Der ja bekanntermassen nun endlich mal voll in seiner Schweizer Identität aufgehen soll (steht das S im Namen doch für Swatch, wie ich neulich erfahren habe, vom Schlaubi-Schlumpf). Das hat nun ENDLICH funktioniert. Passend zum Frühlingsanfang dieser Tage konnte ich gestern (20.3.07) die historische Tat vollziehen. Es war am Wochenende Post gekommen, mit der COC-Bescheinigung und gestern Morgen war die Möglichkeit, endlich mal zum Strassenverkehrsamt zu fahren und die entsprechenden Dinge zu erledigen. Zunächst einmal hiess es:

Warten

...

Nachdem ich genug gewartet hatte, wurden die Papiere angeschaut und für gut befunden. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Mitarbeitenden beim Strassenverkehrsamt ne Klausel unterschreiben müssen, die in etwa "die Kunden sollen wenigstens eine halbe Stunde ohne erkennbaren Grund warten müssen, da sie sonst unsere hoch wichtige Arbeit nicht zu schätzen wissen" lautet...

Wieauchimmer, mit dem letzten fehlenden Stempel ging es hinüber ins Nachbargebäude, um dort die tatsächliche "Einlösung" des Autos vorzunehmen. So ne Einlösung ist ne witzige Sache, passiert doch manchmal mit den Fahrzeugen in der Wartezeit dieses:

Sie verändern einfach mal spontan ihr Aussehen!

:-)

Nein, natürlich nicht, kleiner Scherz. Das Bild stammt vom Besuch des Genfer Autosalons am Wochenende und als Dank an Mini Schweiz, die mir zwei Gratiseintritte geschenkt haben, dachte ich, nehm ich mal das Bild mit in diesen Eintrag auf.
(Der Autosalon würde ansonsten natürlich auch für einen eigenen Eintrag gut sein, mal sehen, kommt vielleicht noch. Mit den Bildchen vom Schlaubi-Schlumpf als Begleitperson berichte ich vielleicht schon noch über Mini-DJs und tolle, teure Autos...)

Tatsächlich sah Bruno natürlich noch so aus, man beachte vor allem das schicke -grosse!-Kennzeichen, mit der Euroflagge und den vielen Buchstaben und wenigen Zahlen...seufz...
In der Nahaufnahme sah das Kennzeichen in etwa so aus:

Das Bild habe ich aufgenommen, als ich bereits beim Strassenverkehrsamt voll zugange war. Nach einer gewissen Wartezeit (vgl. oben) konnte ich am Schalter klären, dass es nun endlich geschehen sollte. Die Kennzeichen hatte ich noch nicht abgemacht, aber man gab mir freundlicherweise einen Schraubenzieher, um dieses zu erledigen. Ergebnis sieht man ja im Bild (wobei es gar nix zu schrauben gab, die waren ja nur eingesteckt in der Halterung und vorne war von einer kleinen Kollision mit einer hohen Bordsteinkante einst... das Ganze eh schon arg lädiert). "Nackt" musste ich Bruno dann verlassen:

Einsam stand er da, nur Oleg im Kofferraum hielt tapfer die Stellung. Drinnen am Schalter dann das übliche Spiel. Erst ein bisschen warten, dann gings ruckzuck. Nach kurzer Abklärung, dass die EDV-Systeme grad ausgefallen waren (wäre auch zu schön gewesen, hätte mal auf Anhieb etwas geklappt!), das aber nicht schlimm sei, konnte ich aus einer Liste aus ca. zehn miesen Varianten die mir am wenigsten mies erscheinende für das neue Kennzeichen aussuchen. Ergebnis:

(Da ich direkt bei Abholung den Zettel zur Sperrung der Herausgabe persönlicher Daten an Privatpersonen abgegeben habe, bin ich jetzt mal so mutig, das direkt zu veröffentlichen...abgesehen davon lesen ja eh nur 3-5 Personen den Blog, oder?!)
Anmerkung für alle Nicht-Berner/innen: Seit neuestem kann man hier im Kanton Bern per sms den Fahrzeughaltenden per sms erfragen. Für läppische 50rp. pro sms, tagsüber. Datenschutz ade...

Ja, schickes Nümmerchen, ne... Und im neuen Gewand sieht Bruno komplett nun so aus:

Für das vordere Kennzeichen musste ich extra noch eine neue Halterung besorgen. Aufgrund meiner Vorbehalte gegenüber dem lokalen Smartcenter habe ich mir schön neutrale Halterungen beim Coop Bau&Hobby besorgt (14,90Fr.). Zusammen mit einem futuristischen Schraubenzieher, den ich zur Neumontage nun einmal brauchte (Weltraumerprobt laut Verpackung :-). Der Wechsel ging dann easy noch auf dem Parkplatz vonstatten. Bin ja schliesslich die heimliche Handwerkerkönigin ;-).

Vor dieser Aktion hatte ich es sogar noch zur Polizei geschafft und hab nen neuen Anwohnerparkausweis besorgt. Nicht, dass ich da noch Busse zahlen muss...
Tja und heute kam dann sogar der Fahrzeugausweis per A-Post. Supi. Plus die Anmeldebestätigung, die ich nun ans Essener Strassenverkehrsamt schicken muss. Pustekuchen übernimmt das die hiesige Stelle... Aber Geld nehmen sie sicher trotzdem dafür, an den Einwandernden lässt sich ja immer gut verdienen, seufz.

Was ich noch witzig finde: Auf der Hülle der COC-Bescheinigung steht dick drauf, dass es sich um wichtige Dokumente handelt und man diese NICHT im Fahrzeug zu belassen habe. Selbiges auch im Begleitbrief des Essener Smart-Centers. Die Ansage hier im Strassenverkehrsamt (plus schriftlich im Fahrzeugbrief) lautet jedoch: Unbedingt im Fahrzeug behalten! Frage: Was tun?? Über sachdienliche Hinweise täte ich mich sehr freuen tun :-)

Zum Abschluss, für den Jöööööööööö-Effekt noch ein kleines Bildchen, das beweist, dass "sich wie Hund & Katze gesonnen sein" nicht unbedingt etwas Negatives sein muss...

Dienstag, März 13, 2007

Handwerkerkönigin ;-)

Das ist mein neuer Lichtschalter im Flur. Ich habe es, nach einigen Wochen (oder waren es schon Monate?! Wahrscheinlich...) endlich mal geschafft, aus der losen Kabelsammlung bei mir an der Wand etwas neu Funktionsfähiges zu installieren. Juhui. Und sogar fast ganz alleine. Der Schlaubi-Schlumpf hat mir erfreulicherweise noch den entscheidenden Hinweis gegeben, wie zum einen das Lichtlein im Lichtschalter anzubekommen sein könnte (jetzt leuchtet es orange im Dunkeln, so cool!) und zum anderen, was wohl der Grund sein könnte, warum zwar das Flurlicht funktionierte, nicht aber das Bad (welches gekoppelt ist, muss man nicht verstehen, glaub ich). Merci viumau dafür :-) Installiert habe ich es aber letztlich alleine und auch den Kasten über den Kabelsalat gesetzt. Sieht doch super aus, oder?! (Schief ist englisch und englisch ist modern. Ausserdem: Erinnern wir uns an die Cablecomicer und die Installation der TV-Dose...das IST hier einfach mal so, in der Schweiz ;-)
Gut siehts sogar auch noch aus, wenn man das Ganze einmal von der rechten Seite betrachtet.

Anders sieht leider alles aus, schaut man von links :-)
Naja, was ist schon perfekt?! :-) Es funktioniert... und das ist das, was für mich zählt. Und leuchtet orange im Dunkeln (so stolz...).

Aber apropos perfekt. Heute hatte ich Post von meiner alten Hausverwaltung. Abgesehen von einer horrend hohen Nachzahlung für Heizkosten haben die lieben Leute es geschafft, in meiner jetztigen Anschrift einen lustigen Fehler einzubauen. Beim Strassennamen ein "o" statt "a" geschrieben, haha :-). Aber noch viel besser war das Schreiben, welches ich vorgestern im Briefkasten vorfand. Absender: "Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt des Kantons Bern".

"Willkommen im Kanton Bern! (liest man gerne ;-)

Sehr geehrte Frau Wirz (??Häh, gaaaaaanz leichte Irritation...)

Wir heissen Sie im Kanton Bern herzlich willkommen und hoffen, dass Sie sich hier wohlfühlen werden.

Die schweizerischen Zollbehörden haben uns informiert, dass sie hier ein verzolltes Fahrzeug mit ausländischen Kontrollschildern verwenden. (...)
Zulassung im Kanton Bern bis am: 27.12.07 (weil ich Bruno ja erst am 27.12.06 eingeführt habe, versteht sich ;-)
Das Fahrzeug muss bis zum angegebenen Zeitpunkt hier eingelöst oder ausser Verkehr gesetzt werden. Fristverlängerungen sind nicht möglich.

Ausserverkehrsetzung
Die Immatrikulationspflicht in der Schweiz entfällt, wenn (...)"

Dem Schreiben beigelegt sind verschiedene Broschüren:
Besteuerung der Strassenfahrzeuge (demzufolge ich mit 289,80 Franken Steuer zu rechnen habe, 0,36Fr. pro Kg oder doch 360 für die erste Tonne?? Sehen wir dann ja...)
Fahrzeuge mit ausländischen Kontrollschildern (grün):
"(...) Ausländische Kontrollschilder sind nach Erhalt der bernischen Schilder abzugeben. Sie werden vernichtet. (...) Die Entwertung der ausländischen Fahrzeugpapiere und die Vernichtung der Kontrollschilder werden zuhanden der ausländischen Zulassungsbehörde schriftlich bestätigt. (...)
Zuteilung der bernischen Kontrollschildnummer
(...) Die Zuteilung erfolgt innerhalb der laufenden Nummernserie." (Ich glaube kaum, dass ich das Glück haben werde, die BE-Variante dieses Schildes überreicht zu bekommen...:

Erwerb des schweizerischen Führerausweises durch InhaberInnen eines ausländischen Führerausweises (gelb) Juhui, hab ich schon erledigt!!!

Sehprüfung (weiss) - eine Liste aller anerkannter Augenoptiker im Kanton Bern für den Sehtest (hab ich ja schon hinter mir, juhui bin ich vorbildlich ;-)

Gebühren für unsere Tätigkeit (rot)
Demnach kostet der Fahrzeugausweis 70,- Fr. und die Kontrollschilder 54,-. Sehen wir dann ja...

Achja, Antwort auf meinen Beschwerdebrief habe ich heute auch bekommen.

Zitat:
"Wir bedauern die Unstimmigkeiten zwischen Ihnen und unserem Vertriebspartner, das smart Center Bern in Schönbühl. Wir haben die Angelegenheit mit unserem Homologations-Verantwortlichen aufgegriffen. Herr C. Rusch informierte uns, dass für das Dokument CoC (EU-Übereinstimmungserklärung) einheitlich in der ganzen CH eine Gebühr von CHF 150.- erhoben wird."

Juhui...dass die Gebühr einheitlich ist, ist ja toll. Warum wird kein Wort über das unmögliche Benehmen von diesem Rumpelstilzchen verloren? Muss ich der guten Frau Schweizer (!) wohl noch mal eine kleine Antwort zukommen lassen, so gehts ja nunmal nicht!! Weiss jemand, was ein "Homologations-Verantwortlicher" ist? Stammt daher die Abkürzung Homo??? :-)

Soderle, soviel zu den Anekdoten. Was lernt uns das nun alles?
1. Mein Nachname ist eigentlich kurz und einfach. 3/4 falsch zu schreiben ist eine fantastische Leistung. Gratulation an das Strassenverkehrsamt Bern! :-)
2. Mein geliebter Bruno wird bald eingelöst. Das ist besser als aufgelöst oder abgelöst. Und er ist dann Studi, weil immatrikuliert...
3. Frau Schweizer schafft es nicht, aus einer wohl zu lang geratenen Mail die wesentlichen Informationen heraus zu lesen. Was wieder einmal zeigt: PISA hat Recht! :-) (Der Scherz an diesem Satz ist der, dass bei Umfragen in Zeitungen gerne von "Herrn und Frau Schweizer" die Rede ist, wenn z.B. gesagt wird, dass so und so viel Prozent gerne nach PISA reisen...)

Was hat das alles mit der Überschrift zu tun? Na nix, aber unterhaltsam wars hoffentlich :-)